Wahrnehmung, Kultur und Kinder

Wahrnehmung, Kultur und Kinder

Glyphopathie

Vor verschlossenen Türen

Weltoffene, kommunikative Menschen bezeichnen wir gerne als anregend, oder angenehm. Oft sind das Menschen, die aktiv den Aussagen anderer zuhören, sie nach ihren Meinungen fragen und die nicht darauf aus sind, ihren eigenen Standpunkt mit allen Mitteln zu verteidigen. Es gibt ganze Seminare über die Möglichkeiten, in einem Gespräch seinen Argumenten rhetorisches Fundament zu verleihen. Ist das aber nicht eigentlich seltsam? Offensichtlich legen wir Wert darauf, Recht zu haben, beziehungsweise ein subjektives Gefühl der Richtigkeit zu bewahren. Wären aber nicht eigentlich Kurse nötiger, die uns dabei helfen, unserem Gegenüber besser und aktiver zuzuhören, als uns besser zu verstellen oder verbal zu positionieren? Eine ähnliche Frage wäre vielleicht, warum wir es gewohnt sind, unsere Haustüren zu verschließen. Eigentlich sollte einen so etwas zum Nachdenken anregen. Beispielsweise über Themen wie Kultur und Wahrnehmung.

ANMERKUNG VORWEG:

Was folgt ist kein in sich geschlossener Artikel. Besser könnte man es als eine Ansammlung an kurzen Texten bezeichnen, die mit gedanklichen Fasern verbunden sind. Das hat einen sehr spezifischen Vorteil. Wenn ein Autor einen Text schreibt, gleicht das gerne einem mentalen Zeigefinger, dessen Verlauf wir mit unseren Gedanken folgen können. Das macht vieles Einfacher. Der rote Faden hilft uns dabei, den Argumenten oder der Meinung des Autors möglichst kohärent zu folgen. Mit anderen Worten verstehen wir besser, worauf jemand hinaus möchte. Gleichzeitig und abhängig von den Fähigkeiten des Autors, hält uns eine solche Schreibe in manchen Situationen jedoch davon ab, unseren Blick weit zu stellen. Genau das ist aber im folgenden, teils philosophischen Artikel das Ziel. Es ist erstaunlich, wie viel Raum für Informationen in einen Text durch das Weglassen von Wörtern fließen kann.

Kurzgeschichte 1: Drei mögliche Arten der Wahrnehmung

Wahrnehmung, Interpretation und Reaktion/Aktion sind ein größeres Thema, als man generell für möglich halten würde. Abhängig von ihr verändert sich schließlich unser Denken, unser Handeln und unsere Realität. Dabei gibt es unglaublich viele Möglichkeiten, wie wir mit Informationen interagieren könnten. Drei grobe Richtungen können uns dabei jedoch einiges über uns, oder über kulturelle Phänomene beibringen.

Sieht ein Mensch ein Reh im Wald, könnte er es als Nahrung für sich und den Pelz als Ware sehen, die er für Geld verkaufen kann. Unabhängig davon, ob er es braucht, oder nicht.

Diese Art der Wahrnehmung wurde von einigen Personen wie dem Psychoanalytiker und Lehrer Ernest G. Schachtel als die niederste Form der Interpretation von Information bezeichnet. Etwas wird in Bezug auf den zentral persönlichen Nutzen bewertet und nicht als das gesehen, was es wirklich ist. Wir bezeichnen das gerne als Gier und irgendwer dachte mal, dass diese Eigenschaft sogar zu den Top 7 der Verhaltensweisen zählen sollte, die einen auf direktem Wege in die Hölle befördern.

Sieht ein Mensch ein Reh im Wald, könnte er sich überlegen, ob er oder seine Gemeinde die Rohstoffe kurz- oder langfristig wirklich brauchen. Vielleicht wurde gestern gejagt. Vielleicht sollten im Moment Flora und Fauna vom menschlichen Abbau etwas verschont werden, damit sie sich erholen können. Notwendigkeit und Einfluss werden beachtet.

Hier geht es also nicht mehr um die rein egozentrisch getriebene Jagd nach Nutzen und Besitz. Der Mensch denkt weiter, bezieht Gemeinde und Umfeld mit ein. Langfristige Folgen werden beachtet und obwohl sein Handeln weiterhin tendenziell nutzen-orientiert bleibt, basiert sein Blick auf einem Gedanken an das große Ganze. Er sieht sich, seine Gemeinde, sein Umfeld und das Reh eher als Teile von etwas Größerem wie der Natur.

Sieht ein Mensch ein Reh im Wald, sieht er ein Reh – und ist völlig aus dem Häuschen.

Manche belesene Leser würden an dieser Stelle wohl auflachen. Obwohl die dritte Darstellung die geringste Länge und Wortzahl besitzt, enthält die Aussage doch potentiell mehr, als der gesamte Artikel fassen könnte. Der Mensch nimmt sein Umfeld als das wahr, was es ist. Unabhängig von persönlichen Bedürfnissen, Gedanken an Zukunft oder Erinnerungen an die Vergangenheit. Seine Wahrnehmung ist frei von übermäßiger Subjektivität und ziemlich präsent. Er sieht das, was er sieht. Sehr leicht können wir dieses Beispiel auf alltägliche kommunikative Seltsamkeiten übertragen. Geraten wir in ein Gespräch, neigen manche Personen dazu, währenddessen und im Nachhinein noch längere Zeit nach Interpretationen und Erklärungen über Gesagtes zu suchen. Die beiläufige Frage eines Fremden nach der Uhrzeit wird damit ein Flirt. Schließlich hatte er oder sie uns doch auf diese oder jene Weise angesehen. Harrison Ford sagte zu diesem Thema einmal, dass die meisten Menschen am meisten darüber nachdenken, was andere Menschen über einen denken.

Auch bei unserer letzten Aussage über den Menschen und das Reh haben wir viel Platz für Interpretation. Er erkennt Dinge so wie sie sind. Damit könnte also zum Beispiel gemeint sein, dass er das Reh als eine Ansammlung von materialisierten Wellen ansieht, die wir mit unseren Sinnen aufnehmen. Dass das Reh ein Bestandteil eines immensen Ökosystems ist, das sich in einem ständigem Auf und Ab bewegt. Dass das Reh ein weiterer Aspekt der wundersamen Schöpfung sei. Abhängig davon, welcher Glaubensrichtung man folgt, könnte das Reh die Schöpfung selbst, Nirwana oder das Dao darstellen. Oder alles gleichzeitig. Zumindest würde es diesen Menschen dank unserer Einschätzung zu einer ziemlich gebildeten Person machen. Vermutlich sieht er trotzdem einfach „nur“ ein Reh. Damit ist es an sich eine sehr reine Form der Wahrnehmung. Dinge werden als das gesehen, was sie sind. Generell wird das in unserer Kultur mit Dingen wie „naiv“ bezeichnet.

Naivität ist ein recht beliebtes Schimpfwort. Warum eigentlich?

Kurzgeschichte 2: Akademische Überlebensinstinkte

Der Mensch ist des Menschen Wolf. Survival of the fittest! Es gibt viele Slogans über die Feindseligkeit der Welt und Natur. Jemand zeigt auf eine Armee von Ameisen, die ein großes Insekt überwältigen und winkt mit Zaunpfählen. „Schau! Hier! Die Natur ist brutal! Es ist ein harter, bitterer Überlebenskampf und keiner kommt hier lebend raus!“ Das mit dem „lebend rauskommen“ ist wohl ein gutes Thema für einen anderen Artikel. Würde man mit der gleichen Lupe auf das Spektakel blicken, wäre man wohl zu einem Kopfnicken gezwungen. Ja, potzblitz! Rettet euch! Schließt eure Türen ab! Die Natur ist brutal! Völlig übersehen wird dabei die gewaltige Kolonie, die Unglaubliches in einer Gemeinde schafft. Übersehen wird das blühende Leben, das um dieses Spektakel bebt und schwebt. Übersehen wird das, was die Natur unheimlich sanft und lebendig macht. Wir blicken selektiv durch eine Lupe. Versteht man Lupen etwas besser, versteht man Sichtweisen, Interpretationen und Handlungen besser. Dafür dient die Wissenschaft und Forschung als Paradebeispiel!

In seinem Buch „Cold War In Biology“ hatte Carl C. Lindegren übersichtlich dargestellt, was Voraussetzungen für wissenschaftliches Arbeiten sind. Dabei wurden Reproduzierbarkeit, Genauigkeit, kohärente Kommunikation und das Bewusstsein über persönliche Überzeugungen als Kriterien genannt. Insbesondere auf den letzten Punkt wurde dabei vermehrt eingegangen. Interessant wurde es, als Prof. Lindegren recht nüchtern aufzählte, welche Faktoren alle dazu führen konnten, dass Forscher ihre Aussagen abänderten, oder dass bestimmte Texte und Theorien nicht durch eine öffentliche Prüfung kamen.

1. Self-imposed discipline (Eigen-induzierte Disziplin)

Findet ein enthusiastischer Forscher in seinen akribischen Experimenten wiederholt eine signifikante Abweichung der allgemein anerkannten Norm, gebietet ihm seine akademische Ausbildung, den Fehler zuerst bei sich, der Untersuchungsmethode oder ähnlichen menschlichen Faktoren zu suchen. Das ist an sich etwas Gutes. Bleibt der Wissenschaftler aber am Ball und kommt konsequent auf das gleiche Ergebnis, wird es problematisch. Die Gefahr würde bestehen, dass er sich durch die Darstellung seine Ergebnisse, öffentlich blamieren könnte. Für Forscher ist so etwas durchaus gefährlich. Nicht nur das Ego leidet in einem solche Fall, sondern auch die Hoffnung auf mögliche weitere finanzielle Unterstützungen, die Chance, dass man weiterhin öffentlich „ernst genommen wird“ und potentielle zukünftige Zusammenarbeiten mit respektablen Persönlichkeiten rücken ebenfalls in weite Ferne. Während das stark limitierend klingen mag, ist es aus einer anderen Perspektive auch etwas Produktives. Es fördert akkurate Arbeitsweisen und Sorgfalt. Gehen wir aber weiter.

2. Scientific Freedom? (Wissenschaftliche Freiheit?)

Gehen wir davon aus, dass es eine öffentliche Überzeugung über eine wissenschaftliche Theorie gibt. Eine Mehrheit vertritt also einen bestimmten Gedanken über den Ursprung des Lebens, Genetik oder ähnliche gute Beispiele. Sollte gleichzeitig eine Minderheit einen anderen Gedanken vertreten, ist das eigentlich kein Problem. Wir sind schließlich nicht immer alle einer Meinung. In der Geschichte wissenschaftlicher Institutionen wurde jedoch oft anders gehandelt. Meinungen sind schließlich eine Gefahr für jede wackelige Theorie. Gemeinden zur Förderung wissenschaftlicher Freiheit wurden gegründet. Erstaunlicherweise wurden dabei von diesen Institutionen gerne Verbote erteilt. Zum Beispiel, dass bestimmte Meinungen an Schulen nicht gelehrt oder erwähnt werden durften. Mit Freiheit hat so etwas natürlich nicht mehr viel am Hut. Erstaunlich war, dass bei der Anprangerung eines solchen Verhaltens oft Akademiker sich beim Ankläger für seinen Mut bedankten. Sie hätten sich selber nicht getraut, dieses Verhalten öffentlich zu missbilligen. Das passt gut zum nächsten Punkt!

3. Job Control (Job Kontrolle)

Äußert sich ein junger Forscher kritisch zu einer öffentlich anerkannten Meinung, ist das eine gefährliche Entscheidung.

The answer is that such an action would have marked them in the eyes of the assembled membership as deviationists and it is important to remember that deviationism is as serious a crime in the capitalist society as it is in the communist society. The control of the deviationist in the capitalist society is much more subtle and, actually, much more effective.

Da jegliche Aussicht auf finanzielles Überleben in der Wissenschaft viel mit Konformität zu tun hat und viele Job-Angebote, Projekte und weitere langfristige Aussichten auf Erfolg durch bestimmte zentrale Knotenpunkte gesteuert werden, ist dieser Punkt wohl sehr leicht erklärt. Wird man in der Forschung gebrandmarkt, wird es sehr, sehr schwer. Spinner-Stigmatisierungen sind vergleichbar mit altertümlichen Hexenverbrennungen. Früher verbrannten wir Körper, heute verbrennen wir Zukunft und Ideale. Das ist subtiler, aber wohl nicht minder grausam.

4. The Referee System (Das Gutachter-System)

Wissenschaftler schreiben nicht einfach ihre Arbeiten und können diese ohne Gutachten veröffentlichen. Liest also ein zuverlässiger wissenschaftlicher Gutachter etwas, was der öffentlichen Meinung und seiner Job-Sicherheit widerspricht, hat er recht leichtes Spiel. Das einfache Vorlegen des Artikels vor einigen gleichgesinnten Kollegen reicht aus, um eine Arbeit „leider ablehnen zu müssen“. Gutachter und natürlich auch Kollegen sind in einem solchen Fall durch Anonymität gesichert.

The referee system is supposedly devised to prevent incompetents from publishing, but everyone agrees that scientific publications are
loaded with trivial trashy papers. Actually, the referee system succeeds in excluding the „lunatic fringe“ rather than the incompetents. The difficulty here is that new ideas are almost invariably labeled as „lunatic“ when they are first introduced.

Eine gewaltige Menge an gut ausgearbeiteten Theorien und Entdeckungen haben aus solchen Gründen nie das Licht der akademischen Welt erblicken können. Manche hatten Glück. Die Kernspintomographie wurde bei ihrer ersten öffentlichen Darstellung als „Spin-nerei“ bezeichnet. Heute findet sie weltweite Verwendung. Natürlich können wir uns darüber aufregen. Wir sollten es sogar. Jetzt, in diesem Moment, während wir diese Zeilen lesen, sollten wir richtig wütend werden und uns so richtig über solche öffentlichen Zustände aufregen. Das schränkt ein! Es verhindert Freiheit! Kommunikation! Entwicklung! Der Mensch ist des Menschen Wolf!

Und dann, nachdem wir uns für einen Augenblick richtig über diese Zustände aufgeregt haben, atmen wir einen Moment durch und denken kurz und ernsthaft über etwas nach: Handeln wir wirklich anders? Sind wir frei von Dogmen? Sind unsere Türen stets offen? Sehen wir ein Reh als Reh? Haben wir keine Angst davor, uns zu blamieren? Ist unsere kulturelle und gemeinschaftliche Haltung zu Neuem, Unbekannten und Fremden wirklich anders?

Ammoniak Wikipedia

Kurzgeschichte 3: Kultur und Wahrnehmung

Es gibt viele Menschen, die von sich behaupten würden, dass sie ein wenig verrückt sind. Irgendwie haben sie das Gefühl, nicht so richtig in eine Gesellschaft passen zu können. Genauso könnte man aber auch behaupten, dass die Norm irgendwie seltsam zu sein scheint, wenn genug Personen Schwierigkeiten damit haben, sich mit ihr zu identifizieren. Erstaunlicherweise scheint es jedoch sehr schwierig zu sein, diesen Knoten zu lösen. Nicht unbedingt wegen allgemeiner kultureller Rigidität, sondern eher, weil David konsequent von Goliath zu erwarten scheint, dass er sich gefälligst zuerst zu ändern hat. Gehen wir darauf mit einem Beispiel etwas genauer ein.

Kinder sind für uns etwas unglaublich Wertvolles. Fragt man Eltern nach ihren Kindern, kommt oft eine freundlich schnippische Anmerkung über Anstrengung und kurze Nächte. Im gleichen Atemzug entspringen den Lungen aber Wörter wie Liebe, wundervoll, mein Ein und Alles. Das mag nicht immer zutreffen, aber hoffentlich spiegelt diese Aussage die Mehrheit wider. Wenn man es mit idealistischen Augen betrachten möchte, entspringen Kinder einer liebevollen Vereinigung zweier Menschen. Damit sind sie aus vielen Gründen – zum Teil philosophischer oder religiöser Natur – von unermesslichem „Wert“ – nicht nur für die Eltern, sondern eigentlich für alle Menschen, die auf dem Planeten wandeln.

Sehen wir eine Person auf der Straße mit einem Haustier, das uns aus einem beliebigen Grund gefällt, kommen wir ins Gespräch. Wir können das Tier streicheln, sogar in die Arme nehmen (wenn das geht) und haben relative Handlungsfreiheit, während sich unser Gegenüber vielleicht sogar daran erfreut. Sehen wir eine Person auf der Straße mit einem Kleinkind, das uns aus einem beliebigen Grund gefällt, kommen wir ebenfalls ins Gespräch. Wir können dem Kind zuwinken, lustige Geräusche machen (vielleicht mit ein paar Einschränkungen), aber haben strikte Grenzen, die wir nicht zu überschreiten wagen. Würde ein fremder Mensch – insbesondere ein fremder Mann – das eigene Kind in die Arme nehmen, wird es sehr schnell kritisch. Es muss nicht mal erklärt werden, warum.

Sofort wandern Gedanken über Gefahr, Wölfe in Menschpelzen, unverantwortliches Verhalten und so weiter durch den Kopf. Die Welt ist schlecht. Jeder weiß das. Wer weiß, was dieser Fremde meinem Kind antun wird? Diese Reaktionen spiegeln jedoch genau den Ursprung des eigentlichen Problems wider. Unsere generelle Einstellung zu einem fremden Umfeld ist weder freundlich noch neutral, sondern tendenziell misstrauisch und vorsichtig. Insbesondere wenn damit ein unbekanntes menschliches Umfeld gemeint ist. Öffentlich werden sogar unsere Vorstellungen einer eher bösartigen Umwelt gefördert. Bilder von globaler Reizüberflutung, dogmatischer Prägung, individuellen Erwartungen und subjektiven oder tatsächlichen Einschränkungen bringen einen dazu, sich am besten ein paar auserwählte Freunde zu suchen und unter sich zu bleiben.

Menschen werden gerne als materialistisch bezeichnet, doch eigentlich passt das nicht ganz. Ist jemand an Materie interessiert, wäre das eigentlich eine recht kreative und schöpferische Neigung. Menschen sind jedoch zu starker Zerstörung fähig und damit auf eine gewisse Art und Weise Anti-Materialistisch. Mancher erinnert sich an dieser Stelle an die finale Ansprache von Charlie Chaplin in „Der große Diktator“. Wenn uns im Herzen die „Liebe der Menschlichkeit“ innewohnt, warum verbergen wir sie dann? Warum lehren wir Angst? Warum fördern wir dieses Bild? Warum bilden wir als Gemeinschaft ein rigides Gerüst aus Instinkten und Vorsicht? Weil die anderen genauso sind?

Wenn jeder von einer Gesellschaft erwartet, dass sie sich gefälligst zuerst positiv zu verändern hat, könnte sich das als ziemlich schwieriges Unterfangen enttarnen. Viel einfacher und offensichtlicher wäre es, selbst den ersten Schritt zu gehen. Auch wenn einem sofort genug Gründe einfallen, genau das auf gar keinen Fall zu tun. „Schau! Hier! Die Natur ist brutal! Es ist ein harter, bitterer Überlebenskampf und keiner kommt hier lebend raus!“

Psychologische Untersuchungen über den Effekt eines geschenkten oder gefunden Pennies, Offenheit oder Freundlichkeit gibt es genug. Eine Kultur wird von Menschen geprägt. Sie sollte genauso Sicherheit und Struktur, wie Freiheit und Möglichkeiten zur Entwicklung schenken. Eine Bewegung in das eine oder andere Extrem macht sie rigide oder chaotisch. Der Inhalt der ersten Kurzgeschichte über Wahrnehmung spielt in diesem gesamten Text eigentlich die tragende Rolle. Verschreiben wir uns gedanklicher Negativität, finden wir exakt das, wonach wir suchen.

Vielleicht reicht es schon, diese Gedanken mit sich zu tragen. Vielleicht wird dadurch bereits unser Handeln verändert. Vielleicht auch irgendwann unsere Realität.

Wenn Kinder etwas so universell Fantastisches sind, wenn Kinder frei lernen und sich entwickeln sollen, wenn sie in vielerlei Hinsicht das Sinnbild für Liebe und Unschuld darstellen und sowohl unsere Zukunft als auch unsere Kultur bilden – vielleicht sollten wir ihnen dann die Möglichkeit geben, ein anderes Bild der Welt zu zeichnen? Es gibt wundersame Erzählungen über ehemalige gewaltige Bibliotheken, die Wissen aus aller Welt frei für jeden bereitgestellt haben sollen. Als Ort des gemeinsamen Lernens. Wie entwickeln sich Menschen in so einem Umfeld, verglichen mit einem System aus fester Indoktrinierung?

Sieht ein Kind ein Reh, sieht es ein Reh. Es heißt vielleicht in diesem Moment eher ADA!, aber das Kind ist trotzdem völlig aus dem Häuschen. Kinder sind einfach klasse.

Wir bezeichnen Kinder manchmal als naiv. Warum ist Naivität eigentlich ein Schimpfwort?

Moritz von der Borch

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Warum Trinkgeld?

All die Informationen, die ich – übrigens neben meiner normalen Berufstätigkeit – auf dieser Seite für euch aufbereite und zur Verfügung stelle, sind immer das Ergebnis von sehr arbeitsintensiven Tagen oder gar Wochen -> für Recherche (Studien, Interviews,..), Formulieren, Gegenlesen, etc… Alternativ könnte ich mein so erarbeitetes Wissen natürlich auch (..und lukrativer..) ausschließlich in meiner Eigenschaft als Personal Consultant in Einzel-Beratungen weitergeben.

Das ist aber nicht mein Ansatz! Mir ist vor allem auch wichtig, möglichst viele Menschen zu erreichen, die von den hier gesammelten Informationen, von der Kenntnis über wissenschaftlich neu gefundene Resultate und ihre Konsequenzen profitieren könnten.

Damit die Informationen weiterhin für euch frei zugänglich bleiben können, ohne dass ihr alle fünf Sekunden von Pop-Ups belästigt werdet, gehe ich andere Wege.
Beispiel: Produkte, die ich persönlich empfehlen kann, werden hier mit Vorteil für jeden und Nachteil für keinen angeboten.
Das heißt: Wenn ihr über meine Site einkauft – also, wenn ihr z. B. eine Empfehlung auf meiner Site anklickt (Bücher, Brille, etc..) und auf der dann neu geöffneten Website anschließend in Kontinuität einkauft (dabei muss es sich  n i c h t  um das von mir empfohlene Produkt handeln..), profitiere ich und das ganz ohne irgendeinen Nachteil für euch.
Als Faustregel zum sog. Trinkgeld gilt in Deutschland:
„Man sollte, muss aber nicht. Einigkeit besteht aber darüber, dass es für gute Leistung auch ein gutes Trinkgeld geben sollte.“

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